The Elder Scrolls Online

Spannende Kämpfe, atemberaubende Grafik und eine nahezu grenzenlos große Fantasy-Welt. All dies verspricht das neue MMORPG „The Elder Scrolls Online“ – kurz ESO oder TESO abgekürzt -, welches im Frühjahr 2014 für PC, Mac und Konsolen erscheinen soll.

Um die Träume der in letzter Zeit oftmals enttäuschten MMO-Gamer wahr werden zu lassen, hat sich die US-amerikanische Firma Bethesda an die Mammutaufgabe gewagt. Erfahrung hat sie reichlich – schließlich zeichnet sie sich für die gesamten Elder Scrolls-Titel seit 1994 verantwortlich. Gemeinsam mit ihrem Firmenableger ZeniMax Online als Publisher feilt man nun bereits seit Mai 2012 an „The Elder Scrolls Online“.

Bethesda plant offensichtlich, auf den sehr erfolgreichen Zug der Massive Multiplayer Online Role Playing Games (MMORPG oder abgekürzt MMOG) aufzuspringen. Der Markt ist gewaltig und die Absicht, die bereits vorhandene Elder Scrolls-Welt und die mit dieser Welt vertrauten Spieler, Fans und Gamer online zusammenzubringen, ist nur folgerichtig.
Dennoch deuten erste Gameplay-Videos und Neuigkeiten auf der firmeneigenen Website darauf hin, dass sich Bethesda den mittlerweile hohen Ansprüchen der MMO-Gamer bewusst ist. Zwar folgt der Grundaufbau des Spiels den üblichen MMOG-Schematismen und verfügt über eine Rassen- und Klassenauswahl, eine erfahrungspunktbezogene Steigerung von Fähigkeiten und eine große Welt. Allerdings weisen Kampfsystem und Ausrüstungsmechanik gravierende Neuheiten auf.

Das Kampfsystem verfügt über komplexe, taktische Bewegungsmöglichkeiten, deren Aussehen und Vielfalt den vergleichbaren Kämpfen im Elder Scrolls-Bestsellerspiel „Skyrim“ ähnelt. Fernab von einem schematischen Kämpfen wie bei „Dungeons and Dragons Online“ oder einer umfangreichen Kampfoptionenvielfalt wie bei „Star Wars – The old Republic“ entscheiden hier Art und auch Stärke der Bewegung über den ausgeführten Angriffs- oder Verteidigungsnutzen.
Geradezu revolutionär mutet die Abkehr von der Bindung von Rüstungen und Waffen an spezifische Klassen an. In ESO kann jeder Charakter alles benutzen und nur die Häufigkeit der Nutzung entscheidet darüber, in welchem Maße ein Charakter seine Ausrüstung beherrscht.
Daraus ergeben sich unvorstellbar viele Kombinationen an, darunter auch solch exotische wie ein Magier in schwerer Rüstung, der Feuerbälle wirft und einen Zweihänder schwingt.

Ob Bethesda die hohen Erwartungen erfolgreich befriedigen kann, wird sich erst mit der Veröffentlichung zeigen. Erste Reaktionen aus dem bereits laufenden Beta-Test (Anmeldung unter: https://www.elderscrollsonline.com/de/beta) lassen darauf schließen, dass Bethesda ein großer Wurf gelingen könnte.

„The Elder Scrolls Online“ wird voraussichtlich über ein für MMOs typisches Abonnement-Bezahlsystem finanziert werden. Die ESO-Website spricht dabei von 30 Gratistagen und einem anschließenden monatlichen Betrag von 12,99 EUR. Bislang ist nicht von einem Shopsystem (auch Microtransactions oder Micropayment genannt) die Rede, mit dem sich Vorteile erkauft werden können – was in anderen MMOs mittlerweile die Regel geworden ist.