Dead Rising 2

Mehr Spaß mit Zombies

Seit der Veröffentlichung von „Dead Rising“ vor mehr als vier Jahren hat sich nicht viel geändert und eines ist mit Sicherheit gleich geblieben: Der Thrill sich völlig alleine gegen Horden stumpfsinniger Monster behaupten zu müssen. Während man sich seinen Weg durch die untoten Massen schlägt, bombt oder sägt, rettet man im Vorbeigehen eventuell noch den einen oder anderen Überlebenden, befreit die Welt von gefährlichen Psychopathen und deckt idealerweise die furchtbare Wahrheit auf, die alles verändern könnte. Leider krankt „Dead Rising 2“ an denselben Schönheitsfehlern, wie bereits das Original: Häufige Ladeunterbrechungen stören den Spielfluss und die Steuerung ist, insbesondere wenn man hinter dem Steuer eines Vehikels sitzt, unausgereift und macht Präzision zu einem Glücksspiel. Das kann dem ungeheuren Unterhaltungswert, durch den sich der Kern des Spiels nach wie vor auszeichnet, aber nicht wirklich schmälern: „Dead Rising 2“ bietet ein eigenständiges und einzigartiges Spielerlebnis, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Zombrex für alle

Chuck Greene befindet sich in einer schwierigen Situation: Seine Tochter wurde bereits vor Jahren von einem Zombie gebissen und braucht nun jeden Tag ihre Dosis des Wundermittels Zombrex, um sich nicht ebenfalls in eine untote Fleischfresserin zu verwandeln. Außerdem taucht ein Video auf, dass ihn als Komplizen einer Untoten-Invasion in Fortune City darstellt und damit als medialen Buhmann brandmarkt. Die Geschichte in „Dead Rising 2“ ist persönlicher geworden. Während man kontinuierlich nach den Medikamenten für das Töchterchen sucht, ist man gleichzeitig bestrebt, die rufmordende Verschwörung aufzudecken. Der Identifikation mit der Hauptfigur tut das gut: Chuck ist durch seine väterliche Sorge einfach sympathischer als der ruppig-aggressive Frank West des Originals.
Aber auch das Spieldesign hat man merklich aufgepeppt, schließlich ist es jetzt möglich Objekte miteinander zu wahren Waffenmonstrositäten zu kombinieren. Schon mal ein Maschinengewehr an den Arm eines Roboter-Bärs angebracht? Das ist dann jetzt die Chance.

Mittlerweile gibt es eine stattliche Anzahl von Zombie Spielen auf dem Markt, aber „Dead Rising 2“ beweist, dass der nicht enden wollende Kampf gegen die Untoten mehr sein kann, als ein hirnloses Gemetzel. Das System zur Erschaffung eigener Waffen ist abwechslungsreich und mörderisch amüsant. Die überholungsbedürftige Steuerung kann es nicht verhindern: „Dead Rising 2“ ist eine großartige Fortsetzung eines der originellsten Open-World Games auf dem Spielemarkt.

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